Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten.
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Transformation verändert Prozesse, Filialnetze und Kompetenzen
Die Digitalisierung bleibt für die Banken ein strategisches Kernthema. Besonders hohe Priorität messen die Institute der Cybersicherheit bei, die von 87 Prozent als wichtiges Zukunftsthema eingestuft wird. Gleichzeitig gewinnt generative KI weiter an Bedeutung: 42 Prozent der Institute haben bereits konkrete GenAI-Anwendungsfälle identifiziert, weitere 38 Prozent befinden sich aktuell in der Planungsphase. Das größte Potenzial sehen die Banken vor allem im Backoffice, etwa bei internen Prozessen und regulatorischen Anforderungen. Im Vordergrund stehen dabei Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen. Doch die vollständige Prozessautomatisierung und die Erschließung zusätzlicher Ertragspotenziale stehen bei den meisten Instituten noch aus.
Auch im Filialnetz setzt sich der strukturelle Wandel fort, allerdings mit abgeschwächter Dynamik. Keines der befragten Institute plant, die Zahl der Filialen in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen; bis 2027 erwarten 95 Prozent einen weiteren Rückgang. Allerdings rechnen nur noch 37 Prozent mit einem mittleren bis starken Abbau, gegenüber 59 Prozent im Vorjahr.
Diese Entwicklung macht deutlich: Die Transformation der Banken ist nicht nur eine Technologie-, sondern auch eine Struktur- und Kompetenzfrage. Während Automatisierung und generative KI mittelfristig Effizienzpotenziale heben können, verändert der Umbau der Prozesse und Vertriebsstrukturen zugleich die Anforderungen an Personal und Qualifikationen. Zwar rechnen 56 Prozent der Institute in den kommenden sechs Monaten mit einem stabilen Personalbestand; 23 Prozent gehen von einem Stellenabbau aus. Zusätzlicher Personalbedarf besteht vor allem in den Bereichen Risikomanagement, Compliance und IT. Damit rücken genau jene Funktionen in den Fokus, die für Resilienz, Steuerungsfähigkeit und erfolgreiche Transformation zentral sind.