3 Minuten Lesezeit 7 Juni 2021
Mann arbeitet an einem Laptop von seinem Bett zu Hause

Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die digitalen Anforderungen vorbereiten können

Von Tax & Law Magazine

Das Kundenmagazin von EY Deutschland zu aktuellen Steuer- und Rechtsthemen.

Co-Autoren
3 Minuten Lesezeit 7 Juni 2021

Es ist ein rasanter Wandel im Anforderungsprofil in der Steuerfunktion zu beobachten, denn ein digitales und datenbezogenes Verständnis werden in Zukunft wesentlich sein.

Das Anforderungsprofil in der Steuerfunktion ändert sich rasant. Vielen Beschäftigten fehlt es an digitalem und datenbezogenem Verständnis. Genau diese Fähigkeiten werden jedoch wesentlich sein, um als Steuerabteilung nicht abgehängt zu werden.

  • MDR – Basiswissen modular

    EY hat mit dem MDR Learning ein modulares Lernkonzept entwickelt, das sich in Ihre Lernsysteme integrieren lässt.

    Um die Steuertransparenz in der gesamten EU zu erhöhen, trat DAC 6 am 25. Juni 2018 in Kraft. Dies erfordert von Intermediären wie in der EU ansässigen Steuerberatern, Banken und Rechtsanwälten, grenzüberschreitende Transaktionen und Steuergestaltungen zu melden, die die EU aufgrund bestimmter Merkmale – sogenannte Kennzeichen – als potenziell aggressiv einstuft (z. B. beim Zahlenden abzugsfähige Zahlungen, die auf Empfängerebene steuerfrei sind). Wenn es keine Intermediäre gibt, verlagert sich die Meldepflicht auf den Steuerpflichtigen. Nach MDR müssen grenzüberschreitende Steuergestaltungen, bei denen der erste Schritt nach dem 25. Juni 2018 und vor dem 1. Juli 2020 erfolgt, bis zum 31. August 2020 gemeldet werden. Die Mitgliedstaaten tauschen diese Informationen automatisch aus. Nach dem 1. Juli 2020 gibt es eine Frist von nur noch 30 Tagen, in der betroffene Steuerpflichtige bzw. deren Intermediäre etwaige Steuergestaltungen melden müssen.

    All das erfordert ein breites Basiswissen, um rechtzeitig seinen steuerlichen Pflichten nachzukommen, und beinhaltet auch die innerorganisatorische Verpflichtung, alle beteiligten Finanzfunktionen hierzu zu sensibilisieren.

    Schreiben Sie uns eine E-Mail an TLM@de.ey.com, wenn Sie Interesse am Konzept und an Implementierungsoptionen haben.

Damit stehen Arbeitgeber vor der Herausforderung, den individuellen Lernbedarf für ihre Mitarbeiter zu identifizieren und ihnen eine Brücke zum Übergang in die digitalisierte Arbeitswelt zu errichten. Es geht jedoch nicht nur darum, neues Wissen zu erlernen. Bereits etablierte Prozesse müssen neu verstanden, manche sogar vergessen werden. Ein Screening gesuchter Jobprofile im Steuerwesen zeigt, dass insbesondere das Verständnis rund ums Datenmanagement immer wichtiger wird. Aber auch andere Skills wie Change-Management und digitale Führung werden vermehrt nachgefragt. In den Hintergrund treten dagegen Profile wie die administrative Steuerverwaltung. 

  • 1. Analyse

    Gemeinsam erforschen wir, welche Lernstrategie für die Tax-Abteilung sinnvoll in das unternehmerische Gesamtkonzept passt. Mittels Lernbedarfsanalyse stellen wir dabei anhand quantitativer Daten fest, welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind und welche ausgebildet werden müssen. Zudem möchten wir Lernpräferenzen der Lernenden und welche Hindernisse und Treiber es in ihrem Alltag gibt, genau verstehen.

  • 2. Design

    Personas, sprich Prototypen von Beschäftigten mit bestimmten Eigenschaften und Nutzerverhalten, helfen uns, die Bedürfnisse einer großen Gruppe repräsentativ abzubilden und in geeignete Trainingspfade zu überführen. Wir setzen auf User Journeys, damit das Lernerlebnis unsere Studierenden emotional und fachlich anspricht. Das gesamte Trainingsangebot – vom Aufbau einer Lernplattform bis hin zu den einzelnen Elementen – wird mit Fokus auf die Zielgruppe zusammengestellt. Beim Thema Datenmanagement zum Beispiel werden die einzelnen Personas dort abgeholt, wo sie wissensmäßig gerade stehen. Das bedeutet häufig, mit einem Basis-Statistikkurs zu starten.

  • 3. Aufbau und Testing

    Mittels gesteuerter Piloten können wir Erfahrungswerte sammeln, die es uns erlauben, Optimierungen im Lernangebot vorzunehmen, bevor die gesamte Steuerfachabteilung Zugang erhält. Das Einsammeln von Feedback und das Beobachten der Lernenden sind hierbei wesentlich.

  • 4. Implementierung

    Sobald in einem oder mehreren Piloten die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden, kann die Digital Tax Academy für die breitere Gruppe eines Unternehmens starten. Wichtig ist, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für das Angebot zu aktivieren. Dafür arbeiten wir mit innovativen Gamification- und Social-Learning-Maßnahmen, damit das Lernen nicht nur effektiv ist, sondern auch Spaß bereitet.

  • 5. Messen

    Auch nach ihrer Implementierung muss die Digital Tax Academy für jedes Unternehmen fortlaufend weiterentwickelt, verbessert und gepflegt werden. Es empfiehlt sich, über Feedback-Abfragen und Messen der Nutzung einzelner Trainings, Abschlussquoten etc. das Angebot zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Fazit

EY hat eine umfassende Digital Tax Academy aufgebaut, die Unternehmen beim Wandel im Steuerwesen unterstützt. Mithilfe individueller Trainingsstrategien und innovativer Lernkonzepte werden die Mitarbeiter für die künftigen Aufgaben fit gemacht. Sie lernen Prozesse neu denken, bauen digitale Expertise auf und legen veraltete Vorgehensweisen nach und nach ab. All dies erfolgt zugeschnitten auf jedes Unternehmen in einem fünfstufigen Verfahren.

Über diesen Artikel

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