Was sagt die Wissenschaft?
Die Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Angus Deaton stellten 2010 in ihrer viel zitierten Studie fest, dass das subjektive Glücksempfinden mit dem Jahreseinkommen bis zu (damals) etwa 60.000 Euro steigt – danach flacht die Kurve ab. Matthew Killingsworth von der Wharton School zeigte 2021, dass die Lebenszufriedenheit auch über diese Schwelle hinaus linear steigen kann – allerdings nur, wenn Menschen ihr Leben als sinnvoll und selbstbestimmt empfinden.
Die Kontroverse wurde schließlich in einer gemeinsamen Studie von Matthew Killingsworth, Daniel Kahneman und Barbara Mellers beigelegt. Die Analyse der Ergebnisse ergab unter anderem, dass manche Menschen (etwa 15–20 Prozent) häufig unglücklich sind und durch ein steigendes Einkommen nur bis zu einer bestimmten Grenze Erleichterung finden. Bei der Mehrheit der Probanden bleibt der Zusammenhang dagegen auch bei höheren Einkommen positiv.
Doch schon in der ersten Studie haben die Forscher darauf hingewiesen, dass andere Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen. So hat Einsamkeit eine weitaus größere Auswirkung als ein viermal so hohes Einkommen. Es stimmt also: „Geld allein macht nicht glücklich“ – es ist immer als Mittel zu einem sinnvollen Zweck zu sehen. Sprich: Donald Duck hätte mehr von seinen Geldspeichern, in denen er wie im Hallenbad seine Bahnen zieht, wenn er andere zu einer Poolparty einladen würde. Dies wäre ein Anfang.