Kurz vor Ablauf der Frist, einigen sich die USA und die EU für die meisten EU-Exporte auf einen Zollsatz von 15 Prozent für die Einfuhr in die USA. Der Zollsatz soll ab 01.08.2025 gelten und bisherige Zollsätze ersetzen. Viele Fragen bleiben jedoch offen. Weitere Schritte zur Umsetzung müssen im Auge behalten und Möglichkeiten analysiert werden, negative Effekte einzudämmen.
Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben sich laut Pressemitteilung der Europäischen Kommission am 27.07.2025 auf ein Abkommen geeinigt, das regelmäßig für EU-Exporte einen Zollsatz von 15 Prozent vorsieht. Produktspezifische Ausnahmen (u.a. Stahl und Aluminium) bestehen weiterhin.
Die Einigung erfolgte nur wenige Tage vor Ablauf der Frist am Freitag, an dem US-Präsident Donald Trump ursprünglich deutlich höhere Zölle in Kraft setzen wollte. Im Mai hatte US-Präsident Trump mit einem pauschalen Zollsatz von 50 Prozent auf nahezu alle EU-Waren gedroht, was die Verhandlungen erheblich beschleunigte. Schließlich wurde der Satz auf 30 Prozent reduziert.
US-Präsident Trump verkündete die Einigung am Sonntag nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Er betonte, dass insbesondere Automobile von den Zöllen betroffen seien. Von der Leyen sprach von einem „all-inclusive” Zollsatz, während US-Präsident Trump später ausführte, dass weiterhin Ausnahmen gelten. Für Stahl und Aluminium bleibe z.B. alles beim Alten, so der US-Präsident.
Aktuell bestehen aber zur Umsetzung mehr Fragen als Antworten. Für die Praxis bedeutet dies für europäische Unternehmen die Notwendigkeit, den Fokus auf Mitigationsmaßnahmen zur Sicherstellung des US-Geschäfts zu richten, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die negativen Effekte einzudämmen (vgl. EY-Top Artikel vom 01.04.2025 und EY-Service Radar vom 17.04.2025).
Das Statement von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen finden Sie in englischer Sprache auf der Webseite der EU-Kommission.