Die besten Entrepreneure Deutschlands 2019

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4 Minuten Lesezeit 25 Oktober 2019
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EY Deutschland

Wegbereiter des Wandels

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EY ehrt innovative Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem EY Entrepreneur Of The Year 2019 bei der Hundertjahrfeier von EY in Deutschland.

Unternehmertum, Innovationskraft und persönliches Engagement zeichnen die Gewinner des „EY Entrepreneur Of The Year 2019“ aus. Der Wirtschaftspreis wurde am 25. Oktober im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart im feierlichen Rahmen der Hundertjahrfeier von EY in Deutschland vergeben. Ausgezeichnet wurden herausragende Entrepreneure aus den Kategorien Industrie, Digitale Transformation, Dienstleistung, Konsumgüter/Handel und Junge Unternehmen. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hat mit dem Preis zum 23. Mal die besten inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen Deutschlands gewürdigt. Zusätzlich wurden die Ehrenpreise für gesellschaftliches Engagement und für Familienunternehmen vergeben.

In seinem Grußwort gratulierte der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, EY zum hundertjährigen Bestehen in Deutschland. Wilfried Porth, Mitglied des Vorstands Daimler AG, begrüßte als Hausherr die Gäste im Mercedes-Benz Museum. Die Gala mit rund 700 Gästen wurde vom Vorsitzenden der Geschäftsführung von EY, Hubert Barth, eröffnet und von Judith Rakers moderiert.

In diesem Jahr erreichten 38 Unternehmen das Finale. Eine unabhängige Jury wählte die Unternehmerinnen und Unternehmer für den Titel „EY Entrepreneur Of The Year 2019“.

Die Preisträger des „Entrepreneur Of The Year 2019“

Rentschler Biopharma SE (Laupheim), Kategorie Industrie

Preisträger: Prof. Dr. Nikolaus F. Rentschler, Dr. Frank Mathias

Die Unternehmensgeschichte der Rentschler Biopharma SE reicht bis ins Jahr 1872 zurück: Damals errichtete der Apotheker Gottlob Müller in Laupheim eine Apotheke, die er später an seinen Schwiegersohn Erwin Rentschler übergab. Dessen Sohn, Erwin Rentschler jun., entwickelte das Schmerzmittel Melabon und gründete zur besseren Vermarktung die Dr. Rentschler & Co OHG, die sich zunächst als Arzneimittelhersteller positionierte. 1974 erweiterte Rentschler sein Geschäft um den Unternehmensbereich Biopharma und positionierte sich ab 1997 als Auftragsentwickler und -hersteller von Biopharmazeutika. Prof. Dr. Nikolaus F. Rentschler übernahm 1999 die Geschäftsführung und baute kontinuierlich die Biotechnologie aus. Heute erzielt Rentschler einen Umsatz von knapp 160 Millionen Euro und beschäftigt 850 Mitarbeiter.

Develey Senf & Feinkost GmbH (Unterhaching), Kategorie Konsumgüter/Handel 

Preisträger: Michael Durach

Johann Conrad Develey gründete 1845 in München seine Senfmanufaktur und erfand 1854 den süßen Senf. Damit legte er den Grundstein für ein Feinkost-Unternehmen, das heute international aufgestellt ist. Dennoch hält Develey an starken regionalen Marken fest und lässt seine verschiedenen Produkte in der jeweiligen Herkunftsregion fertigen: neben Develey sind das beispielsweise auch die Marken Löwensenf, Bautz’ner sowie Mautner Markhof aus Österreich oder Reine de Dijon aus Frankreich. Develey Senf & Feinkost GmbH erwirtschaftet einen Umsatz von über 500 Millionen Euro und ist damit Deutschlands größter Senfhersteller.

Dussmann Stiftung & Co. KGaA (Berlin), Kategorie Dienstleistung/IT

Preisträger: Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Wolf-Dieter Adlhoch

1963 gründete Peter Dussmann mit einem Kredit über 2.000 Deutsche Mark einen Heimpflegedienst. Daraus ist heute einer der größten Multidienstleister der Welt geworden. Gebäudetechnik, Gebäude- und Objektreinigung, der Betrieb von Pflegeheimen, betriebsnahen Kindertagesstätten oder Cateringservices sowie das Kulturkaufhaus am Unternehmenssitz Berlin gehören unter anderem zu den Aktivitäten der Gruppe. 2007 übergab Peter Dussmann die Geschäftsführung an seine Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann. Heute ist sie Vorsitzende des Stiftungsrates und führt zusammen mit der Geschäftsführung und dem Vorstandssprecher Wolf-Dieter Adlhoch die Unternehmensentwicklung fort. 2018 erzielte die Gruppe mit über 66.000 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 2,34 Milliarden Euro. Das Stiftungsmodell erlaubt es Dussmann, besonders förderungswürdige Projekte oder Maßnahmen auf Gebieten wie Kunst und Kultur oder Bildung und Erziehung zu unterstützen.

Haufe Group (Freiburg), Kategorie Digitale Transformation

Preisträger: Andrea Haufe, Martin Laqua, Markus Reithwiesner, Birte Hackenjos

Die Geschichte des Unternehmens begann 1934, als Rudolf Haufe den Haufe-Verlag in Berlin gründete. 1951 zog das Unternehmen nach Freiburg und wurde insbesondere durch seine Loseblattsammlungen als Fachverlag bekannt. Bereits früh setzte Haufe auf die Digitalisierung und schuf schon Anfang der 90er Jahre mit der Übernahme des Softwarehauses Lexware die nötigen Rahmenbedingungen. Heute präsentiert sich die Gruppe erfolgreich als Anbieter digitaler Arbeitsplatz- und Unternehmenslösungen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018/19 verzeichnete die Haufe Group einen Umsatz von 407 Millionen Euro und beschäftigte 2.000 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen nach Unternehmensangaben auch alle DAX 30-Unternehmen. Die Beiratsvorsitzende Andrea Haufe engagiert sich mit der Andrea Haufe Stiftung für soziale Hilfsprojekte, insbesondere für Kinder und Tiere.

Franka Emika GmbH (München), Kategorie Junge Unternehmen

Preisträger: Dr. Simon Haddadin, Philipp Zimmermann, Dirk Engelmann

Das 2016 gegründete Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative, lernfähige Roboter anzubieten, die nutzerfreundlich und kostengünstig sein sollen. Die Unternehmensgründer, die Brüder Sami und Simon Haddadin, haben das komplette Steuerungs- und Regelungssystem entwickelt, das eine einfache Bedienung per App ermöglicht. Der Leichtbau-Roboter „Panda“ orientiert sich an der Agilität und dem Tastsinn des Menschen und kann auch ohne Programmierkenntnisse bedient werden. Er schaffte es als einzige deutsche Entwicklung auf das Cover des „TIME Magazine“ zu den 50 besten Innovationen 2018. Zuletzt hat Franka Emika die Plattform „Franka World“ ins Leben gerufen, die Kunden, Forscher, Entwickler, Lieferanten, Hersteller und Roboter miteinander vernetzen soll. Auf diese Weise können ganze Roboterflotten unabhängig vom Standort koordiniert werden.

Ehrenpreis für gesellschaftliches Engagement

Preisträger: Prof. Dr. Michael Otto

Mit dem Ehrenpreis für gesellschaftliches Engagement würdigt EY das über das erfolgreiche unternehmerische Wirken hinausgehende außergewöhnliche und vorbildliche Engagement von Unternehmerpersönlichkeiten. Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Otto-Gruppe engagiert sich in vielfältiger Weise für Umwelt, Gesellschaft und Gemeinwohl. Als Stifter gründete er die „Umweltstiftung Michael Otto“ und die „Aid by Trade Foundation“. Erstere wurde 1993 zum Schutz der Lebensgrundlage Wasser und zum Erhalt der Natur ins Leben gerufen. Die „Aid by Trade Foundation“ gründete Otto 2005. Mit ihrer Initiative „Cotton made in Africa“ will sie afrikanischen Baumwollbauern bessere Absatzchancen in Europa verschaffen und ihnen so Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Daneben hat Michael Otto zahlreiche Ehrenämter inne und unterstützt umwelt- und gesellschaftspolitische Projekte.

Ehrenpreis für Familienunternehmen

Preisträger: Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller

Der Ehrenpreis für Familienunternehmer zeichnet Familien aus, die über Generationen hinweg ein Unternehmen erfolgreich führen und eine nachhaltige Wachstumsstrategie für die Zukunft umgesetzt haben. Die Geschichte von Trumpf begann 1923 mit dem Erwerb der mechanischen Werkstätte der Julius Geiger GmbH durch Christian Trumpf. 1950 begann Berthold Leibinger seine Ausbildung im Unternehmen. Christian Trumpf war sein Patenonkel. 1978 übernahm Leibinger den Vorsitz der Geschäftsführung und erreichte erstmals die Umsatzmarke von 100 Millionen D-Mark. Bis 2005 baute Leibinger den Umsatz auf 1,4 Milliarden Euro aus und beschäftigte rund 6.000 Mitarbeiter. Seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller übernahm 2005 den Vorsitz der Geschäftsführung. Unter ihrer Verantwortung konnte das Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2018/19 den Umsatz auf 3,8 Milliarden Euro und die Mitarbeiterzahl auf 14.500 mehr als verdoppeln. Sie ist heute eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der deutschen Wirtschaft und engagiert sich politisch und sozial.

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Fazit

Die Auszeichnung „EY Entrepreneur Of The Year“ honoriert unternehmerische Spitzenleistungen in über 60 Ländern weltweit. In Deutschland wird der Preis 2019 zum 23. Mal verliehen: Eine unabhängige Jury wählt die Gewinner in den verschiedenen Kategorien sowie die Ehrenpreisträger aus. Das Unternehmen Franka Emika GmbH vertritt Deutschland bei der Wahl zum „EY World Entrepreneur Of The Year“, die 2020 in Monaco stattfinden wird. In Deutschland wird der von EY organisierte Wettbewerb von den Partnern LGT Private Banking, der Kommunikationsberatung Kekst CNC, dem Manager Magazin und der Frankfurter Allgemeine Zeitung unterstützt.

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