Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten.
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Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Readiness der Infrastruktur erweist sich als kritisch: 45 Prozent der Befragten nannten unzureichende digitale und Datensysteme als Implementierungshürden.
Organisationen müssen sich vergewissern, dass ihre Technologieinfrastruktur, Daten-Governance, regulatorische Compliance und ethischen Rahmenwerke die KI-Lösungen auf operativer Ebene unterstützen, bevor sie große Investitionen tätigen. Die erfolgreichsten Projekte basieren auf architektonischen Strategien, die ein Gleichgewicht zwischen technischen Möglichkeiten und Sicherheits- und Governance-Anforderungen herstellen.
Ein wirksames KI-Risikomanagement verknüpft dabei Datenschutz und KI-Governance: von Privacy by Design über Security Controls bis hin zur dokumentierten KI-Compliance gegenüber Aufsicht und Interner Revision.
Die estnische Plattform „Bürokratt“ veranschaulicht diesen Ansatz mit ihrem dezentralen Modell, bei dem die Daten innerhalb der einzelnen Behörden verarbeitet werden. Jede Behörde behält die Kontrolle über ihre eigenen Daten, wodurch die unnötige gemeinsame Nutzung von Daten eingeschränkt und das Risiko umfangreicher Verstöße verringert wird. Durch sichere Interoperabilität und den State Authentification Service in Estland wird sichergestellt, dass nur verifizierte Nutzer:innen Zugang zu den Diensten haben, während die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und die Open-Source-Transparenz den Schutz der Privatsphäre weiter stärken.
Estland holt außerdem die vorherige Zustimmung der Bürger:innen ein und ermöglicht es ihnen, die Nutzung ihrer Daten zu überwachen und den Anbietern Berechtigungen zu erteilen. Rund 450.000 Bürger:innen überprüfen mit dem Data Tracker regelmäßig den Zugriff auf ihre Daten. Über das Portal können sie ihre Zustimmung jederzeit einsehen, verfolgen und widerrufen. Auf diese Weise verbleibt die Verantwortung dafür, dass die Daten nur für den spezifischen Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden, bei den Behörden.
Rahmenwerke für die ethische Governance sollten ebenso Beachtung finden, zumal 42 Prozent der Organisationen ethische Bedenken als Implementierungshürden anführen. Die wirksamsten Ansätze beziehen eine disziplinierte Risikobewertung in den Entwicklungsprozess ein, anstatt sich erst nachträglich mit ethischen Aspekten zu befassen. Der verpflichtende Prozess zur algorithmischen Folgenabschätzung (AIA) in Kanada veranschaulicht diesen proaktiven Ansatz. Stephen Burt, Chief Data Officer der kanadischen Regierung, erklärt: „Die Richtlinie beruht auf den Grundsätzen der algorithmischen Transparenz und bezieht sich auf den Umgang mit Datenverzerrungen und Rechtsmittel. Wie gehen Sie mit einer Entscheidung um, wenn Sie damit nicht zufrieden sind?“