EdJ Award
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Welche Unternehmen bringen Deutschland mit ihrer Innovationskraft, ihrem Wachstum und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachhaltig voran? Und wer sind die besten Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes?

Das erfahren Sie am 19. Oktober 2018 in Berlin. Dann werden bei der feierlichen Preisverleihung im Deutschen Historischen Museum die Awards und Ehrenpreise verliehen – im Beisein hochkarätiger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und begleitet vom Applaus der rund 700 geladenen Gäste.

Der „EY Entrepreneur Of The Year“ ist weitaus mehr als nur eine Auszeichnung. Er ist ein internationales Programm, das in 60 Ländern der Welt stattfindet, die besten Entrepreneure miteinander vernetzt und unternehmerisches Handeln beflügelt.

 


Internationale Ausrichtung

Es gibt unterschiedliche Unternehmenswettbewerbe. Aber es gibt nur einen, der wirklich international ist: den „EY Entrepreneur Of The Year“, der in 60 Ländern der Welt stattfindet. Jedes Jahr treffen sich die Nominierten der einzelnen Länder in Monaco, um den „EY World Entrepreneur Of The Year“ zu küren. Eine Auszeichnung, die ihresgleichen sucht.

Die weltbesten Unternehmer, Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft und die besondere Atmosphäre von Monaco: Jedes Jahr treffen sich die ausgezeichneten Entrepreneure aus den 60 Teilnehmerländern in Monaco zum „EY World Entrepreneur Of The Year Forum“, um sich zwei Tage lang auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und weiterführende Geschäfte anzubahnen.

Der Höhepunkt dieses internationalen, von Presse und Medien mit großer Aufmerksamkeit begleiteten Forums ist die Wahl zum „EY World Entrepreneur Of The Year“, die in diesem Jahr vom 14. bis 17. Juni 2018 in Monaco stattgefunden hat. Die unabhängige Jury zeichnet damit eine Unternehmerin oder einen Unternehmer aus, dessen Leistung internationale Anerkennung verdient. Das ist ein Prestigegewinn, der für die ausgezeichnete Persönlichkeit ebenso wie für das Unternehmen einzigartig ist.

Zu den bisherigen Teilnehmern und Gewinnern des „EY World Entrepreneur Of The Year“ zählen so renommierte Unternehmen wie Bonduelle, Cirque du Soleil, Geox oder Infosys Technologies. Sie alle werden außerdem in die „Hall of Fame“ der besten Unternehmen der Welt aufgenommen.

In diesem Jahr hat Natalie Mekelburger, Geschäftsführerin von Coroplast und „EY Entrepreneur Of The Year“-Gewinnerin 2017 in der Kategorie Industrie, Deutschland beim „EY World Entrepreneur Of The Year“ vertreten. Gleichzeitig wurde sie in Monaco in die „Hall of Fame“ der besten Unternehmer der Welt aufgenommen.

Die Auszeichnung „EY World Entrepreneur Of The Year“ ging an Rubens Menin, Gründer und Vorstandsvorsitzender von MRV Engenharia e Participações S.A. Der brasilianische Unternehmer setzte sich bei der Wahl am 16. Juni 2018 gegen die Konkurrenz aus 56 Landesgewinnern durch.

Rubens Menin erhielt den Preis vor allen Dingen für sein großartiges Engagement, Immobilien auch für Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar zu machen. Heute ist Rubens Menins Unternehmen der größte Immobilienentwickler Lateinamerikas und das führende Bauunternehmen Brasiliens für den sozialen Wohnungsbau.

„Ich bin stolz darauf, dass wir mit dem Entrepreneur Of The Year einen Wettbewerb von internationalem Rang und Format haben. Er gibt uns die Möglichkeit, Unternehmerinnen und Unternehmer des erfolgreichen Mittelstands, Familienunternehmen und vielversprechende Start-ups für ihre Leistungen zu würdigen. Denn gerade sie haben eine herausragende Bedeutung für unsere Wirtschaft.“ Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland

 

Die Vorteile

Wer sich für den „EY Entrepreneur Of The Year“-Wettbewerb entscheidet, hat viele Vorteile — angefangen von der medialen Aufmerksamkeit während des festlichen Galaabends bis hin zum internationalen und branchenübergreifenden Austausch mit anderen Entrepreneuren.

Ob es die festliche Preisverleihung am 19. Oktober 2018 in Berlin oder das internationale Forum im darauffolgenden Frühjahr in Monaco ist: Die Teilnahme am „EY Entrepreneur Of The Year“ ist ein Ereignis, das Sie mit den besten Unternehmen zusammenbringt und Ihnen die Möglichkeit gibt, sich ein einzigartiges weltweites Netzwerk aufzubauen.

Bei unseren einmal im Jahr stattfindenden Unternehmerreisen besuchen Sie zusammen mit anderen Entrepreneuren interessante und zukunftsweisende Unternehmen, die ihnen neue Ein- und Ausblicke für Ihr eigenes unternehmerisches Denken und Handeln geben.

  1. Ihr Unternehmen erhält große mediale Aufmerksamkeit, steigert seine Bekanntheit und erhöht seinen Markenwert.
  2. Die Auszeichnung ist ein Qualitätssiegel, das sich positiv auf Ihre Mitarbeiter, Kunden und Stakeholder auswirkt.
  3. Als Gewinner oder Finalist des „EY Entrepreneur Of The Year“ werden Sie Teil eines internationalen Netzwerks, das die erfolgreichsten Unternehmerinnen und Unternehmer weltweit verbindet.
  4. Sie profitieren vom Austausch auf Augenhöhe von Entrepreneur zu Entrepreneur.

Der Ehrgeiz, sich mit den Besten zu vergleichen, oder einfach der Wille zu wissen, wo man steht — es gibt viele Gründe und Motive, warum Unternehmer sich entscheiden, beim „EY Entrepreneur Of The Year“-Wettbewerb mitzumachen. Wir haben einige von ihnen befragt. Und was würde Sie antreiben?

 

EY - Bernd Reuter
„Ich möchte andere Unternehmer treffen, ihre Geschichten kennenlernen und mein Netzwerk ausbauen. Wo könnte ich das besser als beim Entrepreneur-Of-The-Year-Wettbewerb? Hier treffen sich die Besten der Besten.“ Bernd Reuter, Geschäftsführer Reuter.de, Online-Shop
EY - Christine Bruchmann
„Der Entrepreneur-Of-The-Year-Wettbewerb zeigt den Mitarbeitern, dass wir erfolgreich sind und uns mit den Besten messen. Und mir gibt er die große Chance, andere Unternehmer kennenzulernen, mich mit ihnen zu vernetzen und Neues von ihnen zu lernen.“ Christine Bruchmann, Geschäftsführerin Fürst Gruppe, Dienstleistungen
EY - Horst W. Garbrecht
„Der Entrepreneur-Of-The-Year-Wettbewerb hat für mich eine hohe Glaubwürdigkeit. Das hat uns überzeugt, mitzumachen. Das Finale war dann extrem spannend. Wir haben alle mitgefiebert, wer das Rennen machen wird. Obwohl wir nicht den ersten Preis gewonnen haben, waren der Gala-Abend und die Preisverleihung ein unvergessliches Ereignis für mich.“ Horst W. Garbrecht, CEO Metabo, Professional Power Tool Solutions

Die Teilnahmebedingungen

Sie führen ein mittelständisches oder ein junges Unternehmen und sind auf Erfolgskurs? Dann laden wir Sie herzlich ein, am „EY Entrepreneur Of The Year“ teilzunehmen.

Wir verleihen die Awards in den Kategorien Industrie, Konsumgüter/Handel, Dienstleistung/IT, Digitale Transformation und Junge Unternehmen. Gerne können Sie auch selbst einen Entrepreneur für den Wettbewerb vorschlagen.

Für die Kategorien Industrie, Konsumgüter/Handel, Dienstleistung/IT und Digitale Transformation gelten folgende Teilnahmebedingungen:

  1. Die Entrepreneure sind Inhaber oder halten einen Anteil am Unternehmen.
  2. Die Entrepreneure tragen die Verantwortung für das Wachstum der vergangenen Jahre.
  3. Die Entrepreneure sind seit mindestens zwei Jahren aktive Mitglieder der Unternehmensführung (z.B. Vorstand, Geschäftsführung oder Aufsichtsrat).
  4. Die Entrepreneure können die Ergebnisse der vergangenen drei Jahre des Unternehmens vorlegen.
  5. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland.
  6. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz im mindestens zweistelligen Millionenbereich.

Für die Kategorie Junge Unternehmen gelten folgende Teilnahmebedingungen:

  • Die Entrepreneure sind Gründer und Inhaber eines innovativen Unternehmens.
  • Die Entrepreneure können Finanzergebnisse des Unternehmens vorlegen.
  • Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland.
  • Das Unternehmen ist zwischen zwei und acht Jahre alt.
  • Der Businessplan sieht für die kommenden drei Jahre einen Jahresumsatz von mindestens 30 Millionen Euro vor.

Für die Bewerbung sind nur vier Schritte nötig:

  1. Ihre Nominierung reichen Sie über unser Online-Portal ein. Dieses steht zur Verfügung, sobald der neue Nominierungszyklus beginnt.
  2. Nachdem wir Ihre Nominierung erhalten haben, kontaktieren wir Sie bzw. das von Ihnen nominierte Unternehmen, um in der Zeit zwischen Mitte April und Juni einen Interviewtermin zu vereinbaren.
  3. Die unabhängige Jury entscheidet gemeinsam, welche Unternehmen das Finale erreichen, wer die Gewinner der Awards und der Ehrenpreise sind und wer Deutschland beim „EY World Entrepreneur Of The Year“ in Monaco vertreten wird.
  4. Die festliche Preisverleihung zum „EY Entrepreneur Of The Year 2018“ findet am 19. Oktober 2018 im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt. Am Abend der Preisverleihung nehmen wir die Finalisten in die „Hall of Fame“ auf und würdigen die Gewinner und Ehrenpreisträger mit den Awards. Sind Sie dabei?

Zusätzlich zu den Awards verleihen wir zwei Ehrenpreise:

Mit dem „Ehrenpreis für Familienunternehmen“ zeichnen wir ein Familienunternehmen aus, das bereits über mehrere Generationen erfolgreich geführt wird.

Den „Ehrenpreis für außergewöhnliches soziales Engagement“ verleihen wir an eine Unternehmerpersönlichkeit, die sich durch ihr herausragendes soziales und gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet hat.

 

Details zur Teilnahme finden Sie in unserer Broschüre „EY Entrepreneur Of The Year 2018“ (PDF – 1,95 MB, 24 Seiten).

Es gibt fünf Bewertungskriterien, die darüber entscheiden, ob eine Unternehmerin oder ein Unternehmer die Auszeichnung „EY Entrepreneur Of The Year“ erhält. Diese Kriterien haben eines gemeinsam: Sie sind von einer unabhängigen Jury definiert. Das stellt sicher, dass die Bewertung objektiv ist und nur die Leistung zählt.

Die fünf Kriterien sind:

  • Wachstum
  • Zukunftspotenzial
  • Innovationskraft
  • Mitarbeiterführung
  • Gesellschaftliche Verantwortung

Die Juroren entscheiden gemeinsam, wer die Auszeichnung „EY Entrepreneur Of The Year“ erhält, wer einen der beiden Ehrenpreise entgegennimmt und wer Deutschland beim „EY World Entrepreneur Of The Year“-Wettbewerb in Monaco vertritt.

 

Die Jury

 

EY - Florian Nöll
„Start-ups sind für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands unersetzlich. Mit Mut, Gründergeist und disruptiven Ideen sorgen sie für Innovation und Fortschritt.“ Florian Nöll, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.
EY - Dr. Patrick Adenauer
„Herausragendes unternehmerisches Denken und Handeln verdient eine besondere Plattform, auf der es gewürdigt wird.“ Dr. Patrick Adenauer, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauwens GmbH & Co. KG
EY - Dr. Brigitte Mohn
„Ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt ist wirtschaftlicher Erfolg auf Dauer nicht möglich. Unternehmertum und der Einsatz für ein friedliches und soziales Zusammenleben sind untrennbar miteinander verknüpft.“ Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung
EY - Prof. Christine Volkmann
„Kreatives Unternehmertum braucht Freiräume, um sich zu entwickeln – und eine Plattform, auf der es seine Leistungen präsentieren kann.“ Prof. Christine Volkmann, Chair of Entrepreneurship and Economic Development & UNESCO Chair of Entrepreneurship and Intercultural Management, Schumpeter School of Business and Economics, University of Wuppertal
EY - Dr. Ing. E. h. Manfred Wittenstein
„Starke und sozial verantwortungsvolle Unternehmen sind das Rückgrat unseres Wohlstands und unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass wir das auszeichnen.“ Dr. Ing. E. h. Manfred Wittenstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN AG und Vorsitzender der Jury
EY - Prof. Ulrike Detmers
„Hervorragende Entrepreneure schaffen Neues und gehen dabei schonend mit Umwelt und Ressourcen um.“ Prof. Ulrike Detmers, Gesellschafterin und Mitglied der zentralen Unternehmensleitung der Mestemacher-Gruppe

Interviews

Was treibt Entrepreneure jeden Tag aufs Neue an und beflügelt sie? Wie muss aus ihrer Sicht ein nachhaltiges Geschäftsmodell aussehen? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung für ihr weiteres Wachstum?

Erfahren Sie in unseren Interviews, wie ausgewählte Unternehmerpersönlichkeiten des „Entrepreneur Of The Year“-Wettbewerbs ihre größten Herausforderungen gemeistert haben, welche Visionen sie haben und wie sie sich heute auf die digitale Welt von morgen vorbereiten.

  • Claus Sauter

    „Nur wer beweglich ist, kann bewegen“

    Was motiviert einen erfolgreichen Unternehmer wie VERBIO-Chef Claus Sauter Tag für Tag aufs Neue? Wo sieht er die Wachstumschancen für sein Unternehmen? Und wie muss aus seiner Sicht ein erfolgreiches Geschäftsmodell aussehen? In unserem Interview gibt Claus Sauter Antworten auf diese Fragen. Und er erklärt, warum es so wichtig ist, Augen und Ohren offenzuhalten.

     

    VERBIO hat zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Was ist die Basis für diesen Erfolg?

    Claus Sauter: Das war vor allen Dingen eine großartige Teamleistung. Alle Bereiche haben exzellent zusammengearbeitet. So ein Ergebnis schafft man nur mit einem starken Team. Und das sind wir.

    Welche Rolle hat Ihr Geschäftsmodell dabei gespielt?

    Sauter: Eine ganz wichtige. Wir produzieren nicht nur einen, sondern alle marktgängigen Biokraftstoffe. Damit können wir der Mineralölwirtschaft zur Erfüllung der Treibhausgasreduktionsquote zu jedem Zeitpunkt das beste Produkt zum besten Preis liefern.

    Darüber hinaus erweitern wir unser Produktportfolio permanent, so dass wir mehr und mehr die Pharma-, Chemie- und auch die Nahrungsmittelindustrie beliefern. Und last but not least entwickeln wir nicht nur Produkte, sondern auch die Technologien, mit denen diese Produkte hergestellt werden. Das ist schon einzigartig.

    Wie muss aus Ihrer Sicht ein Geschäftsmodell aussehen, das auch morgen und übermorgen noch Bestand hat?

    Sauter: Das Geschäftsmodell muss so flexibel und agil sein, dass es sich an die permanent neuen Markt- und Kundenwünsche anpassen lässt. Das setzt aber voraus, dass man selbst beweglich ist. Nur wer beweglich ist, kann etwas bewegen. Flexibilität ist das Gebot der Stunde.

    Wie treffen Sie Ihre Entscheidungen: aus dem Bauch heraus oder aufgrund von Zahlen?

    Sauter: Für mich sind Informationen und Analyseergebnisse das Entscheidende. Bauchentscheidungen kommen für mich nicht in Frage.

    Ich bin in den verschiedensten Gremien und Verbänden aktiv und halte Augen und Ohren offen, um ein Gespür dafür zu erhalten, wohin sich der Markt bewegt. Auf dieser Basis treffe ich Entscheidungen. Dabei ist es immer besser, eine falsche als gar keine Entscheidung zu treffen.

    Fehler sind ja nichts Schlechtes, wenn man aus ihnen lernt.

    Haben Sie ein besonderes Lebensmotto? Was treibt Sie jeden Tag aufs Neue an?

    Sauter: Mein Motto? „Gier frisst Hirn.“ Daran orientiere ich mich. Und was mich antreibt? Mir macht es einfach Spaß, jeden Tag aufs Neue loszulegen. Ich habe tausend und eine Ideen. Und ich habe ein tolles Team, mit dem ich diese Ideen umsetzen kann.

    Claus Sauter und die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG sind beim „Entrepreneur Of The Year 2017“ zu Finalisten gekürt und in die „Hall of Fame“ aufgenommen worden.

  • Paul Stefan Wimmer

    „Ich bin eine Kämpfernatur“

    Dr. Paul Stefan Wimmer gründete in einer Dorfschule die AGROLAB GROUP, die heute zu den europäischen Preis-Leistungs-Führern in der Laboranalytik gehört. In unserem Interview spricht der bekennende IT-Revolutionär über widerspenstige staatliche Labore, seine Spieler- und Kämpfernatur, agile Geschäftsmodelle und seine digitale Vision.

     

    Wie sind Sie vor 30 Jahren auf die Idee gekommen, ein eigenes Analyselabor einzurichten?

    Dr. Paul Stefan Wimmer: In den 80er Jahren entwickelte Prof. Reiner mit seinen Doktoranden, zu denen auch ich gehörte, an der Uni Weihenstephan die EDV-gestützte Düngeplanung auf Basis von Bodenproben. Dies war ein Durchbruch, da bis dahin die Analysen nur händisch durchgeführt und dann anderweitig manuell mit Düngeempfehlungen ergänzt wurden.

    Die staatlichen Labore, die zu der Zeit das Monopol innehatten, wollten von unserem Verfahren allerdings nichts wissen – und so gründeten wir kurzerhand unser eigenes Labor. Das war übrigens in der alten Dorfschule von Oberhummel bei Freising.

    Was hat Sie angetrieben, Ihren eigenen Weg zu gehen?

    Wimmer: Wir wollten die Potenziale, die in der Informationstechnologie stecken, für uns nutzen. Rückblickend waren wir im prädigitalen Zeitalter Visionäre, die an die Kraft und Möglichkeiten von Computern und Computerprogrammen geglaubt haben.

    Was heute selbstverständlich ist, war damals revolutionär. Und die Entwicklung hat uns Recht gegeben.

    Was war die größte Herausforderung, die Sie meistern mussten?

    Wimmer: Der Widerstand der staatlichen Stellen war enorm. Die staatlichen Labore hielten in den 80er Jahren die Laboranalytik fest in ihren Händen und waren darüber hinaus mit den Landwirtschaftskammern und der amtlichen Beratung verquickt. Somit ergab sich ein unfairer Wettbewerb zwischen staatlichen und privaten Laboren. Wir hatten aber nicht nur die schnellere Analytik, sondern waren auch kundenfreundlicher – und haben so den Widerstand gebrochen.

    Als wir 2001 das ehemalige staatliche Labor LUFA-ITL für Futter- und Lebensmittelanalytik in Kiel kauften, wussten wir, dass wir jetzt einen großen Schritt weitergekommen waren.

    Gab es denn einen Punkt, an dem Sie gesagt haben: Jetzt habe ich es geschafft?

    Wimmer: Diesen Punkt gab es nie – und es wird ihn wohl niemals geben. Ich habe immer nach vorne geschaut. Ich habe eine innere Anspannung, die mich antreibt und mich kämpfen lässt – zuerst gegen die staatlichen Labore und jetzt gegen die großen globalen Konzerne.

    Ich bin eine Kämpfer- und Spielernatur und will zeigen, dass ich es besser als die anderen mache.

    Welche Rolle spielt Ihr Geschäftsmodell dabei?

    Wimmer: Eine ganz wichtige. Es muss so flexibel sein, dass es sich den immer neuen Anforderungen schnell anpassen kann.

    Wir sind mit der Landwirtschaftsanalytik gestartet, haben unsere Analyseverfahren aber auf viele andere Bereiche wie Umwelt, Wasser oder Lebensmittel ausgeweitet. Ebenso entwickeln wir uns technisch permanent weiter – wobei durch die Digitalisierung auch bisherige Geschäftsbereiche wegbrechen und wir dafür neue entwickeln müssen.

    Nur ein agiles Geschäftsmodell hat Zukunftschancen. Bei allen Änderungen frage ich mich immer: Wie binden wir den Kunden mit ein?

    Und welche Rolle spielen Industrie 4.0 und Digitalisierung hierbei?

    Wimmer: Sie sind integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Wir sind digital gestartet – und diesen Weg sind wir konsequent weitergegangen. Wir entwickeln permanent neue digitale Ansätze und hochautomatisierte Laborprozesse.

    Die Digitalisierung gehört zu unserer Kernkompetenz und ist AGROLABs genetischer Fingerabdruck. Irgendwann sind wir vielleicht eine IT-Schmiede mit angeschlossenem Labor …

    Was treibt Sie jeden Tag aufs Neue an?

    Wimmer: Das Unternehmen. Es ist mein Kind, das ich groß gezogen habe und jetzt an die nächste Generation weitergeben möchte – am liebsten natürlich an meine Kinder, die schon im Unternehmen aktiv sind.

    Dr. Paul Stefan Wimmer und die AGROLAB GROUP sind beim „Entrepreneur Of The Year 2017“ zu Finalisten gekürt und in die „Hall of Fame“ aufgenommen worden.

  • Robin von Hein

    „Never stop playing“

    Das Berliner Start-up Simplesurance hat mit seinem digitalen Geschäftsmodell die Versicherungswirtschaft kräftig aufgemischt. Gründer und Entrepreneur-Of-The-Year-Finalist Robin von Hein über seine Idee am Strand, den Administrationsaufwand im klassischen Versicherungsgeschäft und seinen Tipp an mittelständische Unternehmen, auch scheinbar verrückten Ideen eine Chance zu geben.

     

    Simplesurance bietet Versicherungsschutz komplett online an. Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gekommen?

    Robin von Hein:Die Idee kam mir in Kapstadt am Strand, wo ich mit meinen Freunden zum Kitesurfen war. In der Zeitung las ich, dass ein Mann sich seine Risikolebensversicherung per SMS gekauft hatte. Das fand ich genial.

    Wer bei uns in Deutschland eine Versicherung abschließt, braucht Berge von Papier, teure Briefmarken, viel Zeit und noch mehr Nerven. Der Verwaltungsaufwand ist riesig. Und ich fragte mich: Warum soll man nicht alle Versicherungen smart und digital abschließen?

    Und dann haben Sie Simplesurance gegründet?

    von Hein: Richtig. Im Mai 2012 haben Joachim von Bonin und ich das Unternehmen mit einem Startkapital von genau 138.412,00 Euro aus der Taufe gehoben. Ich komme aus einer Versicherungsfamilie und habe selbst Versicherungswirtschaft studiert. Ich wusste also, was in der Branche los ist und dass gerade für junge Menschen, die digital unterwegs sind, die starren Öffnungszeiten der Versicherungsmakler und der ganze Papierkram abschreckend sind.

    Wie wollten Sie denn an Ihre Kunden kommen?

    von Hein: Übers Smartphone – oder ganz genau: über das Online-Portal, in dem der Kunde sein Handy kauft. Ich wollte mit den Online-Händlern Verträge abschließen, über die der Käufer sein Smartphone direkt bei uns versichern kann. Damit war der Kunde mit seinen Daten automatisch bei uns. Er musste nicht zum Makler gehen und sich nicht mit all den lästigen Dingen herumschlagen, die Versicherungsabschlüsse normalerweise mit sich bringen.

    Ich wollte den Kunden also über das Produkt gewinnen, das er sich gekauft hat. Und das Modell hat funktioniert. Sonst gäbe es Simplesurance nicht.

    Was ist das Besondere Ihres Geschäftsmodells?

    von Hein: Die Wertschöpfungskette liegt komplett bei uns, aber wir tragen nicht das Risiko. Das liegt bei den Versicherungen, mit denen wir zusammenarbeiten. Unser Geschäftsmodell ist einfach, transparent, effizient und schnell.

    Die großen Versicherer haben einen riesigen Administrationsapparat – und tun sich trotzdem schwer, neue Kunden zu gewinnen. Aber genau das schaffen wir. Das ist auch der Grund, weshalb die Versicherungen mit uns zusammenarbeiten: Wir bringen neue Kunden.

    Wie hat die klassische Versicherungswirtschaft auf Ihr Geschäftsmodell reagiert?

    von Hein: Zunächst sehr skeptisch. Wir wollten ja die Akquise machen, die Verträge ausstellen, den Schadensprozess regulieren – all das, was die klassischen Versicherungen auch anbieten. Nur das Risiko wollten wir bei ihnen belassen.

    Nachdem wir einen ersten Partner gefunden hatten, sind andere große Player sehr schnell nachgezogen. Sie haben begriffen, dass unser Modell das Modell der Zukunft ist und wir die jungen Kunden erreichen, an die sie über die klassischen Vertriebskanäle nicht mehr herankommen.

    Was könnten andere, etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

    von Hein: Sie müssen scheinbar verrückten Ideen eine Chance geben, offen für Neues sein und dürfen sich nicht an Bekanntes klammern. Die Digitalisierung krempelt unser ganzes Leben um und verändert alle Bereiche. Wer hier nicht den Anschluss verlieren will, muss sich fragen, welchen Teil der Wertschöpfungskette er digitalisieren und damit besser machen kann. Dazu müssen die Unternehmen aber auch investieren.

    Worauf sind Sie besonders stolz?

    von Hein: Wir haben es geschafft, eine Idee zum Leben zu erwecken und eine Versicherungsplattform zu bauen, die bereits in 28 Ländern Europas läuft und die verschiedene Sprachen, Kulturen und vor allen Dingen auch Regularien berücksichtigt. Das zeigt doch, dass große Ideen nicht nur aus dem Silicon Valley, sondern auch aus Berlin kommen können.

    Dass das Ganze auch mit viel Arbeit und einer Portion Glück zu tun hat, versteht sich von selbst. Aber dafür sind wir Gründer mit einem unverrückbaren Motto: „Never stop playing“.

    Robin von Hein und Simplesurance sind beim „Entrepreneur Of The Year 2017“ zu Finalisten gekürt und in die „Hall of Fame“ aufgenommen worden.

Die Preisverleihung

Sie ist der Höhepunkt des deutschen „EY Entrepreneur Of The Year“-Wettbewerbs: die festliche Verleihung der Awards und Ehrenpreise, die in diesem Jahr am 19. Oktober 2018 im Deutschen Historischen Museum in Berlin stattfinden wird. Sind Sie mit dabei?

Die Gewinner des „EY Entrepreneur Of The Year 2017“ haben wir am 17. November 2017 in Berlin ausgezeichnet ‒ begleitet vom Applaus der etwa 700 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien.

Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner, die im vergangenen Jahr in den einzelnen Kategorien das Rennen gemacht und einen Award erhalten haben, sind:

Der Ehrenpreis für außergewöhnliches soziales Engagement ging an Ralph Dommermuth von United Internet. Den Ehrenpreis für Familienunternehmen erhielten Dr. Andreas und Daniel Sennheiser von Sennheiser electronic.

Vom 14. bis 17. Juni 2018 trafen sich die Entrepreneur-Of-The-Year-Gewinner der 60 teilnehmenden Länder zum „EY World Entrepreneur Of The Year Forum 2018“ in Monaco, um hier den „EY World Entrepreneur Of The Year“ zu küren. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den brasilianischen Unternehmer Rubens Menin, Gründer und Vorstandsvorsitzender von MRV Engenharia e Participações S.A.

Während des internationalen Forums in Monaco fand auch der „EY Family Business Summit 2018“ statt, bei dem sich die erfolgreichsten Familienunternehmen aus der ganzen Welt trafen, um sich auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren.

Hall of Fame

21 Jahre „EY Entrepreneur Of The Year“. Und viele stolze Gewinner, die einen Award für ihren unternehmerischen Mut und ihre Innovationskraft, die nachhaltige und wertorientierte Führung ihres Familienunternehmens sowie ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement erhalten haben.

2017

2016

2015

Ihre Ansprechpartner

Wünschen Sie noch weitere Informationen zum Wettbewerb? Gerne beantworten wir Ihre Fragen.

EY - Michael Marbler

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Michael Marbler
Leiter Middle Market
Deutschland, Schweiz, Österreich
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Telefon +49 (711) 9881 19264
E-Mail Michael Marbler

EY - Wolfgang Glauner

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wolfgang Glauner
Leiter Family Business Markets
Deutschland, Schweiz, Österreich
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Telefon +49 (711) 9881 15028
E-Mail Wolfgang Glauner

EY - Monika Gulyas

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Monika Gulyas
Program Director
Entrepreneur Of The Year Germany
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Telefon +49 (711) 9881 15586
E-Mail Monika Gulyas

EY - Stefan Schultz

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Schultz
Business Analyst
Entrepreneur Of The Year Germany
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Telefon +49 (711) 9881 15108
E-Mail Stefan Schultz

Die Partner und Sponsoren
des „EY Entrepreneur Of The Year“

LGT CNC Frantfurter Allgemeine Manager Magazin

Hall of Fame 2013

Master Entrepreneur

Hans Huber, Ehrenpräsident SFS Holding AG
EY - Hans Huber, Ehrenpräsident SFS Holding AG

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Die Jury

EY - Die Jury
„Wenn es gelingt, einen Stolperstein in einen Startblock für Neues zu verwandeln, dann ist das eine große unternehmerische Leistung.“

Dr. Patrick Adenauer, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauwens GmbH & Co. KG

EY - Die Jury
„Hervorragende Entrepreneure schaffen Neues und gehen dabei schonend mit Umwelt und Ressourcen um.“

Prof. Ulrike Detmers, Gesellschafterin und Mitglied der zentralen Unternehmensleitung der Mestemacher-Gruppe

EY - Die Jury
„Viele Entrepreneure leisten Großartiges. Schön, wenn sie durch den Entrepreneur Of The Year bekannt und zu Vorbildern für andere werden.“

Florian Nöll, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.

EY - Die Jury
„Mich beeindruckt immer wieder, dass wir die Nominierten unabhängig voneinander meist sehr ähnlich bewerten.“

Prof. Christine Volkmann, Chair of Entrepreneurship and Economic Development & UNESCO Chair of Entrepreneurship and Intercultural Management, Schumpeter School of Business and Economics, University of Wuppertal

EY - Die Jury
„Auch die Persönlichkeit der Entrepreneure spielt eine wichtige Rolle: Wie innovativ sind sie? Wie stark sind sie sozial engagiert? Wie weit denken sie in die Zukunft?“

Dr.-Ing. E. h. Manfred Wittenstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN AG und Vorsitzender der Jury

EY - Die Jury

Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands Bertelsmann Stiftung